Silhouette of a hand placing a vote into a ballot box, symbolizing democracy.
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Kommunalwahl 2025

Seit Anfang dieses Jahres engagiert sich Rösrath Velo City (RVC) auch im neu gegründeten Zukunftsnetzwerk Rösrath. Das Zukunftsnetzwerk Rösrath ist ein Zusammenschluss zahlreicher Initiativen in Rösrath, um als Ansprechpartner für Bürger*innen, Politik und Verwaltung, aktiv bei der Zukunftsgestaltung unserer Stadt tätig zu werden. Aktuell wird die Organisation durch die Initiativen Rösrath for Future, Lebenswertes Sülztal, Artenvielfalt fördern, Netzwerk Blühendes Rösrath, Wohngemeinschaft Volberger Berg e.V., SolarInitiative Rösrath und RVC unterstützt.

Bisher war im Rahmen von zwei Pressemitteilungen im Kölner Stadtanzeiger über die Arbeit des Zukunftsnetzwerk Rösrath zu lesen. Des Weiteren wurden die Fraktionsvorsitzenden im Vorlauf der Kommunalwahl 2025 zu ihrer Haltung zur Nachhaltigkeitsstrategie für Rösrath befragt.

Nun wurden auch die Bürgermeisterkandidat:innen um ihre Stellungnahme zu einem in der Gruppe erarbeiteten Fragenkatalog gebeten.

Das Zukunftsnetzwerk Rösrath hat alle Bürgermeisterkandidat:innen, mit Ausnahme der AfD, gleichermaßen angeschrieben. Antworten haben wir von Herrn Höhne, Herrn Dick und Herrn de la Cruz erhalten. Herr Steinbach ließ die Fragen leider unbeantwortet.
Update1: Von Frau Schulze sind inzwischen ähnlich lautende Fragen vom Verein Lebenswertes Sülztal sehr umfangreich beantwortet. Der Text ist auf deren Homepage zu finden.
Update2: Herr Dick bat eine Aussage zum Thema Finanzen zu korrigieren, da sie missverständlich formuliert war. In seiner ersten Antwort hatte er geschrieben, dass er die Gewerbesteuer durch die Entwicklung des Gewerbegebietes Rambrücken erhöhen möchte. Korrekt muss es heißen, dass die Gewerbesteuereinnahmen durch die Entwicklung des Gewerbegebietes erhöht werden sollen.

Die Antworten der Kandidaten auf die aus unserer Sicht wichtigen Fragen für die Zukunft von Rösrath möchten wir hier natürlich gern auch veröffentlichen.

Interpunktion und Typografie wurde soweit wie möglich aus den Originalantworten übernommen. Diese stehen unten als Anhang zur Verfügung. Die Reihenfolge der Antworten stellt keine Gewichtung dar.

Viele Spaß beim Lesen.
Und wer noch eine Entscheidungshilfe für die Kommunalwahl benötigt, kann gerne den Rösrath-O-Maten nutzen.

A. Verkehr:

  1. Wie bewerten Sie den Verkehr in Rösrath? Wo liegen die Herausforderungen, wo sehen Sie
    Chancen?
  2. Was sind Ihre Pläne für ein Verkehrsgesamtkonzept, z.B. in der Umsetzung des FaNaG, zum Erhalt von Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität in Rösrath?
  3. Welche Rolle spielen Alternativen zum motorisierten Individualverkehr in Ihren Planungen und welche konkreten Maßnahmen planen Sie bis 2030 umzusetzen?
  4. Wie gewährleisten Sie die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden in allen Altersklassen?
  1. Rösrath leidet unter erheblichem Durchgangsverkehr, insbesondere auf den Hauptachsen. Zugleich fehlt es an einer ausgewogenen Verkehrsstruktur, die Fußgänger, Radfahrende und den ÖPNV ausreichend berücksichtigt. Die Chancen liegen in einer intelligenten Verkehrsplanung, die alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt berücksichtigt und durch eine bessere Anbindung sowie Barrierefreiheit die Mobilität für Jung und Alt verbessert. Ich setze mich für ein Verkehrskonzept ein, das einen besonderen Fokus auf die Sicherheit von Schulwegen legt. Bei der Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgängern sehe ich den größten Handlungsdruck und zugleich die einfachste Möglichkeit, schnell zu deutlichen Verbesserungen zu gelangen – durch Querungshilfen, Zebrastreifen, baulich getrennte Gehwege und gut positionierte Straßenlaternen. Nutzen möchte ich auch die bereits vorliegenden Vorschläge für Verbesserungen für den Fahrradverkehr. Zivilgesellschaftliche Gruppen wie „Rösrath
    Velo City“ liefern wertvolle Impulse, die ich aktiv in die Verkehrsplanung einbinden
    möchte.
  2. Ich plane ein umfassendes, langfristig angelegtes Verkehrsgesamtkonzept, das die Themen Verkehrssicherheit, Lärmminderung und umweltfreundliche Mobilität ganzheitlich angeht. Das FaNaG setzt bereits den Rahmen dafür. Dabei ist mir wichtig, die Menschen vor Ort mitzunehmen – über Stadtteilgespräche, Beteiligungsplattformen
    und Dialogformate. Bürgerinitiativen und lokale Fachgruppen sollen aktiv eingebunden
    werden, um praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten. In der Verwaltung wurde bereits eine Stelle mit der Aufgabe des Mobilitätsmanagements betraut, das ist ein guter Anfang.
  3. Ich sehe in Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr zentrale Bausteine für die Zukunft. Bis
    2030 strebe ich den Ausbau sicherer Radwege an, mehr Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen und Schulen sowie bessere Fußwege mit Querungshilfen. Der ÖPNV könnte
    durch Rufbusse, bessere Taktung und Barrierefreiheit attraktiver werden. Wichtig ist mir
    auch, zivilgesellschaftliches Engagement – wie beim ADFC – zu nutzen, um Bedarfe
    frühzeitig zu erkennen und gemeinsam umzusetzen.
  4. Sichere Schulwege, barrierefreie Übergänge, Verkehrsberuhigung in Ortszentren und
    gezielte Maßnahmen wie Tempo 30 in Wohnbereichen sind essenziell. Dabei setze ich
    auf eine systematische Analyse der Gefahrenstellen mit Beteiligung der Öffentlichkeit –
    Elterninitiativen, Seniorenvertretungen und Schulen können hier als wichtige Partner
    fungieren. Nur mit lokaler Expertise lässt sich nachhaltige Verkehrssicherheit erreichen.

1.
Was möchte ich erreichen?
Mein Ziel ist, dass Fußgänger, Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen sowie Autofahrer und
Autofahrerinnen gleichberechtigt am Verkehr in Rösrath teilnehmen. Es ist mir wichtig, dass sich ältere Menschen, Familien und Kinder auf unseren Straßen und Plätzen sicher fühlen. Kinder sollen selbständig und sicher zur Schule gelangen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen gerne in den Stadtzentren Rösraths verweilen.

Wie ist die Situation heute? Was sind die Herausforderungen?
Der Verkehr in Rösrath wird durch den Autoverkehr geprägt – Rösrath ist eine autogerechte Stadt.
Das zeigt sich u.a. daran, dass im Vergleich zu anderen Städten wenig Fahrradfahrer und
Fahrradfahrerinnen sowie Fußgänger unterwegs sind. Beim Fahrradklimatest des ADFC lag Rösrath unter den 10% der schlechtesten Kommunen. Ein Großteil der Radwege ist nicht breit genug, sie sind einem bedauernswerten Zustand und enden oft überraschend. Zudem müssen sich Fußgänger sowie Radfahrer und Radfahrerinnen oft den Bürgersteig teilen. Ein dringend benötigtes Schulwegkonzept fehlt völlig. Die Lärmbelastung durch den PKW und Schwerlastverkehr in den Zentren Rösraths ist erheblich. Die zentrale Herausforderung wird daher sein, zügig ein Maßnahmenpaket auf den Weg zu bringen, das die Verwaltung in Eigenregie umsetzen kann. Hierzu gehört bspw. ein Schulwegekonzept, Tempo 30 in den Zentren, Ausbau von Fuß- und Radwegen, Ausbau zentraler Parkplätze (z.B. Bergsegen) zur Reduzierung des Parksuchverkehrs in den Zentren, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wegen der Einzelheiten verweisen ich auf Punkt 2.

Wo sehe ich Chancen?
Wir haben mit den Initiativen „Rösrath for Future“, „Lebenswertes Sülztal“, „Artenvielfalt fördern“, „Netzwerk Blühendes Rösrath“, „Rösrath Velo City“, „Wohngemeinschaft Volberger Berg e.V.“, „ADFC-Rösrath“ und „SolarInitiative Rösrath“ zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich wirkmächtig für eine Verkehrswende „Weg von der autozentrierten Stadt“ einsetzen. Diese Initiativen sind eine Chance für Rösrath. Ich halte es für notwendig, sie mehr als bisher bei der Gestaltung der Stadt miteinzubeziehen.
Darüber hinaus kann mit dem unter Punkt 2 beschriebenen Maßnahmenpaket, ein Kulturwandel in Gang gesetzt werden. Ich erwarte von diesen Maßnahmen im Übrigen auch eine Aufwertung des Einzelhandels in den Zentren sowie kultureller Angebote, da sich die Menschen stärker als bisher in ihrer Stadt aufhalten und verweilen wollen.
Eine weitere Chance für Rösrath sehe ich darin, dass weiterhin junge Familien nach Rösrath ziehen, die sich für ihre Kinder sichere Radwege wünschen und es auch schätzen, wenn die Aufenthaltsqualität in unseren Zentren dadurch steigt, dass wir konsequent Maßnahmen für Familien umgesetzt haben (bspw. Tempo 30, sichere Schulwege, Ausbau von Rad- und Fußwegen).

2.
In Rösrath ist Mobilität bislang stark autozentriert organisiert. Das verursacht Lärm und schmälert die Aufenthaltsqualität in unseren Ortskernen. Es gefährdet Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer und schränkt die Wahlfreiheit ein.
Mobilität muss generationengerecht für alle Menschen zugänglich, sicher und umweltverträglich gestaltet werden – auch unabhängig vom Auto.
Hierbei geht es nicht darum, dass Auto als Hauptverkehrsmittel zu schwächen, sondern alternative Mobilität, die in Rösrath in den vergangenen Jahrzehnten völlig vernachlässigt wurde, zu stärken.
Der Verwaltung liegt ein Mobilitätskonzept vor, das ich umsetzen möchte. Zentrale Maßnahmen, die mir wichtig sind:

  1. Tempo 30 in den Ortskernen
    Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, Reduzierung von Lärm und Feinstaub,
    weniger Durchgangsverkehr.
  2. Sichere Fuß- und Radwege
    Flächendeckendes Netz durchgängiger, breiter und sicherer Wege – möglichst getrennt vom Autoverkehr. Einrichtung von alternativen Radwegen. Mehr Zebrastreifen an wichtigen Querungen.
  3. Gehwege ausbauen und barrierefrei gestalten
    Breite, gut ausgebaute Gehwege für Rollatoren, Kinderwagen und Rollstühle – frei von
    Hindernissen.
  4. Schulwegsicherheit verbessern
    Schulstraßen, sichere Übergänge (Zebrastreifen, Ampeln) und gezielte bauliche Maßnahmen
    schaffen sichere Wege – und fördern so die Selbstständigkeit der Kinder.

3.
Mein Ziel Stärkung des ÖPNV. Ich möchte erreichen, dass sich zukünftig mehr Bürgerinnen und Bürger für die Nutzung eines Busses, Sammeltaxis oder der Bahn entscheiden. Ich werde daher in enger Abstimmung mit dem Kreis und in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, der Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern prüfen, welche Mobilitätsangebote gebraucht werden und ob/wie sie finanziert werden können.

4.
Siehe Frage 2

Lassen Sie mich voranschicken, dass ich eine Reihe von Fragen erst nach einer Amtsübernahme des Bürgermeisteramtes beantworten kann, da hierzu grundlegende Informationen über die aktuellen Planungen der Verwaltung erforderlich sind, die alle Nichtamtsinhaber in der Beantwortung benachteiligen. Mit dieser Einschränkung bin ich aber gerne bereit, Ihnen zu meinen Vorstellungen Auskunft zu geben.

Zu A.
Rösrath ist durch eine anspruchsvolle Topographie gekennzeichnet, die in den engen Tallagen von Rösrath-Zentrum und Hoffnungsthal wenig Spielraum für eine Ausweitung der Verkehrsfläche lässt. Gleichzeitig gibt es beträchtliche Höhenunterschiede von den Tallagen zu den höher gelegenen Ortsteilen Forsbach, Volberg, Lüghausen, u.a. Dazu kommt, dass die Stadt Rösrath über die zentrale Verkehrsader der Stadt, die sich von Kleineichen über Rösrath-Zentrum und Hoffnungsthal bis nach Untereschbach erstreckt, nur eingeschränkt verfügungsberechtigt ist, da es sich nicht um eine kommunale, sondern um eine Landesstraße handelt. Dasselbe gilt für die Bensberger Straße, die in Rösrath nach Forsbach und Bensberg abzweigt.
Rösrath ist zudem auf mehrere Zentren verteilt, die jeweils eine gewisse Entfernung voneinander haben und für kurze Besorgungen nicht fußläufig miteinander verbunden sind.
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist aus meiner Sicht nach wie vor das private
Automobil das ideale Verkehrsmittel, gerne künftig auch batterieelektrisch. Diese Einschätzung wird mir auch von nahezu allen Bürgern widergespiegelt, mit denen ich mich unterhalten habe. Aus diesem Grunde wird es auch mit mir keine flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf den Haupverkehrsstraßen geben. Ebenso lehne ich eine ideologiemotivierte Verringerung der Parkflächen in den Ortszentren ab.
Wichtig ist ergänzend dazu selbstverständlich der öffentliche Personennahverkehr (öPNV), der Fahrrad- und der Fußgängerverkehr. Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass der ÖPNV und dessen wünschenswerter Ausbau nicht zum Aufgabenbereich der Stadt Rösrath gehört. So ist der Ausbau der RB25 -oder zumindest deren zuverlässiger Regelbetrieb- ein sehr großes Anliegen, aber leider steht die Stadt Rösrath in diesen Entscheidungen kein Mitsprachrecht zu.
Ebenfalls ist für kurze Wege eine Verbesserung der Radwegesituation wünschenswert, aber dies erfordert detaillierte Kenntnisse der bereits in Planung befindlichen Absichten der Stadtverwaltung (s.o.).

B. Umwelt/Natur

  1. Mit welchen Maßnahmen wollen Sie sich für mehr Biodiversität einsetzen, damit auch Rösrath
    einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt leistet?
  2. Welche konkreten kommunalen Lösungen streben Sie an, um die Bevölkerung, von jung bis alt, vor den Klimafolgeschäden zu schützen und somit deren Lebensqualität nachhaltig zu steigern und etwa eine Wiederholung der Überflutungsereignisse aus dem Jahr 2021 zu verhindern?
  3. Welche Schritte ergreifen Sie im ersten Jahr Ihrer Amtszeit, um als Stadt ganz konkret Emissionen einzusparen?
  4. Mit welcher Art von Anreiz möchten Sie die Nutzung erneuerbarer Energien im Stadtgebiet begleiten und fördern?
  1. Ich will naturnahe Pflege städtischer Grünflächen fördern, Blühstreifen ausweiten und
    das Hof- und Fassadenprogramm stärken. Private Initiativen wie „Blühendes Rösrath“
    sind hierfür unverzichtbar – ihr Engagement möchte ich institutionell unterstützen. Die
    Stadt kann als Vorbild vorangehen, indem sie eigene Flächen ökologisch aufwertet und
    mit gutem Beispiel wirkt.
  2. Das Hochwasser 2021 war ein Weckruf. Ich setze auf ein kommunales Wasser- management, das dezentrale Lösungen wie Retentionsflächen, Sickermulden und die Renaturierung von Auenflächen vorantreibt. Auch in der interkommunalen Zusammenarbeit mit Lohmar oder dem Aggerverband muss Rösrath aktiver werden.
    Dabei ist mir wichtig, dass alle Beteiligten – Verwaltung, Grundstückseigentümer, Initiativen – an einem Tisch sitzen. Wesentlich ist – trotz der ländlich geprägten Lage
    unserer Stadt – der gezielte Einsatz von Stadtgrün, wodurch die Überhitzung der
    bebauten Bereiche etwas reduziert werden kann. Die bevorstehenden Schulneubauten
    mitsamt Schulhöfen werden hier beispielsweise tolle Möglichkeiten bieten, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern geplant und umgesetzt werden können.
    Die bestehenden Beratungsangebote für Immobilieneigentümer, auch von Seiten des
    Rheinisch-Bergischen Kreises, sollen verstärkt genutzt werden.
  3. Kurzfristig plane ich energetische Sanierungen kommunaler Gebäude. Dazu gehört als
    einer der ersten Schritte eine systematische Verbrauchserfassung.
  4. Ich will die Nutzung erneuerbarer Energien durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die
    Förderung gemeinschaftlicher Projekte stärken. Die Stadtwerke und lokale Initiativen
    wie die Bürgerenergiegenossenschaft oder die Solarinitiative sind dabei wichtige
    Partner, die ich aktiv einbinden und unterstützen möchte. Zudem werde ich die
    bestehenden Angebote des Rheinisch-Bergischen Kreises stärker als bisher für Rösrath
    nutzen. Die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung liegen noch nicht vor,
    hoffentlich ergeben sich auch daraus Perspektiven.

1.
Um die Biodiversität in einer Kommune zu fördern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, die sowohl die öffentlichen Grünflächen als auch das private Engagement der Bürgerinnen und Bürger einbeziehen. Dazu gehören die naturnahe Gestaltung von Grünflächen, die Anlage von Blühwiesen, die Förderung von Insektenhotels und Nistkästen, die Begrünung von Fassaden und Dächern, sowie die Förderung von heimischen Pflanzen und die Schaffung von Lebensräumen für Wildtiere.
Ich möchte einige Beispiele nennen:

  1. Förderung der Entsiegelung von Flächen und der Anlage von Pflasterfugen und Bruchsteinmauern als Lebensraum für Insekten.
  2. Umwandlung von Rasenflächen in artenreiche Wiesen und Staudenpflanzungen, Anlage von Trockenmauern und Sandlinsen für Insekten.
  3. Anpflanzung von heimischen Laubbäumen und Obstbäumen, um Nahrung und Lebensraum für Tiere zu bieten.
  4. Konsequenter Schutz der Außenbereiche vor weiterer Bebauung und Zersiedelung mit dem Entwicklungsziel einer artenreichen Landschaft.

2.
Als Bürgermeisterkandidat setze ich mich mit Nachdruck dafür ein, unsere Stadt klimafit und widerstandsfähig gegen zukünftige Extremwetterereignisse zu machen. Die Hochwasserkatastrophe von 2021 hat uns allen deutlich vor Augen geführt, wie verwundbar unsere Infrastruktur und unsere Lebensräume sind. Um die Bevölkerung – von Kindern bis hin zu Seniorinnen und Senioren – wirksam zu schützen und ihre Lebensqualität dauerhaft zu sichern, plane ich ein umfassendes Maßnahmenpaket:

  1. Vorsorgender Hochwasserschutz: Versiegelte Flächen sollen, wo möglich, entsiegelt werden, um die Aufnahmefähigkeit des Bodens zu erhöhen.
  2. Klimaanpassung im Stadtbild: Hitzeschutz durch mehr Grünflächen, schattenspendende Bäume und kühlende Wasserflächen ist essenziell für das Wohlbefinden aller Generationen.
  3. Krisenmanagement und Frühwarnsysteme: Wir modernisieren unsere Warn- und Notfallinfrastruktur, um bei drohenden Wetterereignissen schnell und zielgerichtet reagieren zu können. Dazu gehört auch eine engere Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden.
  4. Bürgerbeteiligung und Aufklärung: Ich möchte die Bevölkerung aktiv einbinden – sei es durch Informationskampagnen zur Eigenvorsorge oder durch Beteiligungsformate zur Stadtgestaltung im Zeichen des Klimawandels.
  5. Förderung klimaresilienter Bauweisen: Neubauten sollen klimaangepasst geplant werden – mit begrünten Dächern, Hochwasserschutzmaßnahmen und nachhaltiger Energieversorgung.

Klimavorsorge ist Daseinsvorsorge – und eine gemeinsame Aufgabe. Ich werde mich dafür einsetzen, dass unsere Stadt auch in Zukunft ein sicherer und lebenswerter Ort für alle bleibt.
In der aktuellen Wahlperiode haben die Grünen darüber hinaus einen Antrag zur Entsiegelung gestellt. Der ist von der Verwaltung nur stiefmütterlich behandelt worden. Mit mir als Bürgermeister werden wir dieses Thema wieder aufnehmen und umsetzen.
Ich möchte in den Stadtzentren zwischen den Parkplätzen am Straßenrand so viele Bäume wie möglich pflanzen. Das ist Hitzeschutz und Versickerungsmöglichkeit zugleich.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat im Zukunftsausschuss diverse Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung vorgestellt, die von der Verwaltung sämtlich und pauschal als für Rösrath nicht machbar abgelehnt wurden. Ich werde diese Maßnahmen neu bewerten lassen und bin sicher, dass viele davon ggf. in angepasster Form auch für Rösrath geeignet sind.

3.
Ich strebe bei den Themen Emissionen und Energie eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Rösrath an, die ein zentraler Wissensträger und Umsetzer sind.
Ich werde mit Amtsantritt veranlassen, dass sämtliche städtischen Gebäude auf kurzfristiges Einsparpotential bzgl. des Energieverbrauches überprüft werden. Die sich daraus ergebenden Maßnahmen werde ich umsetzen. Für mittelfristige Maßnahmen werden zunächst Zeitpläne entwickelt und mögliche Förderungen evaluiert. Finanzierbare Maßnahmen werden dann umgesetzt (z.B. Einsatz von Wärmepumpen).

4.
Für Neubauten ist PV mittlerweile Pflicht. Für städtische Gebäude werde ich mich kurzfristig mit der BEREG zusammensetzen um zügig abzustimmen, wo seitens der BEREG PV installiert werden kann.
Ich werde unsere Gewerbetreibenden und den Stadtwerken in einen PV-Dialog gehen. Ziel: Mehr PV-Anlagen auch auf gewerblich genutzten Gebäuden.
Ich werde lokale Initiativen unterstützen, die die Bürger und Bürgerinnen bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen in ihrem eigenen Umfeld unterstützen, wie z. B. Solarkampagnen oder Energieberatung.

Zu B.
In erster Linie werde ich -insoweit selbstverständlich- die landes- und bundesgesetzlichen
Vorgaben zum Umwelt- und Naturschutz einhalten, die ein gutes Gerüst darstellen und sämtlich zukunftsorientiert sind.
Über diese gesetzlich vorgesehenen Leitlinien hinaus halte ich in Rösrath eine deutlich stärkere Bearbeitung der Hochwasserthemaitik für erforderlich. Aber auch hier gilt, dass ich mich zunächst mit den innerstädtisch bereits angestellten Überlegungen vertraut machen muss. So ist mir bekannt, dass es hierzu Planungen und Absprachen mit dem Kreis, dem Aggerverband und den Stadtwerken gibt, die ich aber derzeit noch nicht im Detail kenne.

C. Finanzen

  1. Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie mit Ausnahme einer Grundsteuererhöhung ergreifen, um den Haushalt der Stadt zu konsolidieren?
  2. Wie gewährleisten Sie die Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel für die Umsetzung der Schulplanung für Rösrath?
  3. Welche Projekte zur Effizienzsteigerung der Verwaltung schweben Ihnen vor; Stichworte: Digitalisierung und Personalmangel?
  1. Eine nachhaltige Haushaltsführung ist für mich oberste Pflicht. Neben Ausgabendisziplin plädiere ich für die Einrichtung eines unabhängigen Haushalts- gremiums, die interkommunale Zusammenarbeit in Bereichen wie Beschaffung und IT sowie die Aktivierung brachliegender Gewerbeflächen. Auch neue Gewerbegebiete werde ich nach Möglichkeit fördern, insbesondere das ins Stocken geratene Gewerbegebiet Rambrücken. Dafür können wir kurzfristig die Unterstützung der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft nutzen und mittelfristig eine eigene Wirtschaftsförderung aufbauen. Zudem muss die Stadt als Wohnstandort attraktiv sein, damit bisherige und neue Bürgerinnen und Bürger, die hier Einkommensteuer zahlen und konsumieren, gerne in Rösrath wohnen wollen.
    Fördermittel sollen systematisch eingeworben werden.
    Zur Wahrheit gehört: Der bisherige Grundsteuerhebesatz wird nicht bestehen bleiben können. Ich bin überzeugt, dass Transparenz und Bürgerbeteiligung auch in Finanzfragen Vertrauen schaffen.
  2. Die Erweiterung unserer Schulen ist unverzichtbar. Wie bisher müssen die erforderlichen Mittel durch den Stadtrat im Haushalt eingeplant werden. Ich setze mich
    darüber hinaus für Investorenmodelle mit Mietlösung ein, um den Haushalt nicht
    übermäßig zu belasten. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob städtische Flächen wie der
    „Schulberg“ für einen weiteren Schulstandort nutzbar sind, so dass die räumlichen
    Kapazitäten der bestehenden Grundschulen entlastet werden können und wir
    beispielsweise in Hoffnungsthal mit dem Platz am jetzigen Standort zurechtkommen
    würden. Ziel ist ein schulisches Angebot, das sowohl pädagogisch als auch wirtschaftlich tragfähig ist.
  3. Die Verwaltung muss moderner, digitaler und bürgernäher werden. Ich strebe den
    Aufbau eines Digitalrats an, der Verwaltung und Zivilgesellschaft vernetzt. Maßnahmen
    wie mobiles Arbeiten, Prozessoptimierung und digitale Bürgerservices sollen die
    Effizienz steigern. Dabei gilt: Bürgernähe und Dienstleistungsorientierung dürfen keine
    Schlagworte bleiben. Um freiwerdende Stellen mit qualifiziertem Personal besetzen zu
    können, muss die Stadtverwaltung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv
    sein. Hierbei setze ich auch auf einen Schulterschluss mit der Personalvertretung.

1.
Der Haushalt kann nur konsolidiert werden, wenn die Ertragsseite gestärkt wird und die Aufwände reduziert werden.
Ich möchte die Ertragsseite durch folgende Maßnahmen stärken:

  • Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen durch die Entwicklung des Gewerbegebietes Rambrücken. Diese Entwicklung werde zur „Chefsache“ machen. Mein Ziel ist es, dass sich dort neben dem Handwerk auch mehr das Dienstleistungsgewerbe ansiedelt. Wir brauchen Unternehmen, die viele Arbeitsplätze schaffen und wenig Platz benötigen.
  • Erhöhung der Gewerbesteuereinnahmen durch eine enge, verbindliche und ermöglichende Zusammenarbeit mit den Rösrather Unternehmen.
  • Mehr Einnahmen durch optimierte Fördermittelakquise (uns darf hier kein Euro mehr durch die Lappen gehen).

Ich möchte die Kosten insbesondere durch folgende Maßnahmen senken:

  • Effizienteren Personaleinsatz und damit Reduzierung der Personalkosten durch schnellere Digitalisierung und den bedachten Einsatz von KI
  • Effizienteren Personaleinsatz und damit Reduzierung der Personalkosten durch mehr
    interkommunale Zusammenarbeit
  • Reduzierung der Personalkosten durch Abschichtung von Aufgaben nach Durchführung einer Aufgabenkritik
  • Reduzierung der Sachkosten durch energetische Sanierung städtischer Gebäude, die ja auch noch gefördert wird
  • Reduzierung der Sachkosten durch Einsparungen von Bürofläche, Stichwort Shared Space
  • Reduzierung der Sachkosten durch günstigere Beschaffung mittels Einkaufsgemeinschaften, Rahmenverträge und Standardisierung (Bsp. Schlauchwagen der Feuerwehr)
  • Einführung eines wirkungsorientierten Haushalts: Ein wirkungsorientierter Haushalt ist einHaushalt, bei dem jeder Euro so ausgegeben wird, dass er vorgegebene Ziele maximal unterstützt. Das betrifft sowohl die freiwilligen Aufgaben wie auch die Pflichtaufgaben. Dabei werden Prozesse, Sach- und Personalkosten dahingehend analysiert, ob sienotwendig sind.

Die Erhöhung der Grundsteuer als Beitrag zur Konsolidierung des Haushalts ist das letzte Mittel, das ich nur anwenden möchte, wenn alle anderen Maßnahmen umgesetzt sind und nicht ausreichen, den Haushalt zu konsolidieren.

2.
Hier müssen und können wir Investitionskredite aufnehmen. Der Haushalt wird dann „nur“ belastet durch Zinszahlungen und Abschreibungen. Die Abschreibungen laufen über 50 bis 80 Jahre, betragen also maximal 2%. Bei einem Zinssatz von 3% und einem Investitionsvolumen von 120 Mio € wären das 6 Mio € Belastung pro Jahr.
Es wird sehr schwierig damit einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Daher hoffe ich auf die Investitionsmittel des Bundes, von denen 100 Mrd. an die Länder gehen und von dort auf die Kommunen verteilt werden sollen. Würden diese Mittel vollständig und gleichmäßig verteilt (je Einwohner) könnte Rösrath davon 36 Mio € bekommen. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Verteilung über Fördermittel erfolgen wird. Daher ist eine starke Fördermittelakquise in Rösrath besonders wichtig.

3.
Die Digitalisierung von Prozessen und der bedachte Einsatz von KI ermöglichen es der Verwaltung mit weniger Personal auszukommen. Das senkt die Personalkosten, mildert zukünftig den Fachkräftemangel ab und Bürgerinnen und Bürger profitieren ebenfalls, da der Zugang zu städtischen Dienstleistungen erleichtert wird.

Um welche Projekte geht dabei konkret?

  1. Die Einführung der E-Akte ist die Grundlage für die Digitalisierung der Verwaltung und muss daher so schnell wie möglich umgesetzt werden. Sobald diese flächendeckend eingeführt ist, können alle internen Prozesse sukzessive digitalisiert werden. Dabei müssen wir die Prozesse auf Basis der dann gegebenen Möglichkeiten neu denken und effizienter gestalten.
  2. Es gibt aber auch ganz einfache Projekte wie den Ausweisautomat, der zu Beginn der
    Wahlperiode bereits von den Grünen vorgeschlagen wurde. Dieser enthält Schließfächer, die sich mit dem zugewiesenen e-Personalausweis öffnen lassen. Dies ermöglicht den Austausch von Papierdokumenten zwischen Verwaltung und BürgerIn und das 24×7. Damit entlasten wir nicht nur das Bürgerbüro, sondern verbessern auch noch den Service.
  3. Eine weitere einfache Möglichkeit ist die Schulung der VerwaltungsmitarbeiterInnen über selbst erstellte Schulungsvideos. Warum ist das wichtig? Viele MitarbeiterInnen legen Dokumente mehrfach ab, da sie unsicher sind und die Prozesse bzw. Regelungen nicht kennen.
  4. Schließlich möchte ich die Möglichkeiten, die das Onlinezugangsgesetz (OZG) bietet für Rösrath nutzen. Dabei scheue ich mich auch nicht davor, Rösrath als Modellkommune an Pilotprojekten teilnehmen zu lassen, wenn es passt.

Zu C:
Die Finanzlage der Stadt Rösrath ist hochkomplex, allerdings zu einem erdrückend hohen Anteil durch pflichtige Leistungen (s. u.a. Punkt D) bestimmt, auf die- wir keinen Einfluss haben. Hier zu einer Sanierung der städtischen Finanzen zu kommen, bedarf es eines Bündels an Einzelmaßnahmen. Diese reichen vom Verzicht auf Stellenneubesetzungen über die Digitalisierung von Prozessen bis hin zur Stärkung lokaler Unternehmen zur Verbesserung der Gewerbesteuereinnahmen. Aber auch der Verzicht auf die ein oder andere Ausgabe darf dabei kein Tabu sein.
Genaueres wird sich erst im Rahmen einer präzisen Analyse nach einem Amtsantritt sagen lassen.

D. Stadtentwicklung/Soziales

  1. Welche Visionen zur Gestaltung eines lebenswerten Raumes haben Sie für Rösrath im Rahmen der Stadtentwicklung bis zum Jahr 2030?
  2. Mit welchen Lösungen stellen Sie sicher, dass die Stadt die Anforderungen an Bildung und sozialgerechten, bezahlbaren und geförderten Wohnraum erfüllt?
  3. Wie und mit welchen Angeboten steigern Sie die Attraktivität Rösraths für alle Altersklassen und Bevölkerungsgruppen, um nicht nur als Schlafstadt im Speckgürtel Kölns wahrgenommen zu werden?
  4. Mit welchen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass in Rösrath Integration und Vielfalt aktiv gelebt und gefördert werden?
  1. Ich sehe Rösrath als lebendige, durchmischte Stadt mit attraktiven Ortszentren, gutem
    Bildungsangebot, bezahlbarem Wohnraum und nachhaltiger Infrastruktur. Bürgerforen,
    Stadtteilwerkstätten und kulturelle Impulse sollen Rösrath nicht nur schöner, sondern
    auch sozialer machen.
  2. Wir brauchen mehr Kitas und Schulplätze – aber auch Wohnraum für alle
    Lebensphasen. Ich setze auf Kooperation mit der Rheinisch-Bergischen
    Siedlungsgesellschaft sowie geförderte Wohnprojekte über Erbbaurechte. Die
    Kommune soll aktive Bodenpolitik betreiben. Zudem soll die Stadt aktiv auf
    Grundstückseigentümer zugehen und diese zu Neubau- und Erweiterungsmöglichkeiten beraten.
  3. Begegnungsorte, Kulturangebote, moderne Mobilität und ein lebendiges Vereinsleben
    sind entscheidend. Ich will ehrenamtlich getragene Angebote gezielt fördern – etwa
    durch kostenfreie Räume oder organisatorische Unterstützung – und die Stadt so über
    alle Generationen hinweg lebenswert gestalten. Essenziell sind auch Arbeitsplätze vor
    Ort, wofür wir Gewerbeflächen, attraktive Ortszentren und eine gut vernetzte
    kommunale Wirtschaftsförderung brauchen (s.o.).
  4. Integration gelingt nur mit Raum für Begegnung und sozialer Teilhabe. Ich setze auf ein
    dauerhaftes Quartiersmanagement, die Stärkung ehrenamtlicher Strukturen sowie
    niedrigschwellige Angebote im Bildungs- und Freizeitbereich. Vielfalt ist eine Chance,
    kein Problem – das muss auch die Stadtpolitik widerspiegeln. Im Bündnis Rösrath für
    Demokratie, das sich auf sehr vielfältige Weise für eine offene Stadtgesellschaft
    einsetzt, habe ich mich von Anfang an gern eingebracht. Auch mit stehe ich
    beispielsweise mit der kritisch eingestellten Bürgerinitiative „Heidefreunde“ im Bereich
    des Geflüchtetenunterkunft am Kammerbroich in Kontakt, um auch diese Perspektive
    anzuerkennen und nach gemeinsamen Lösungswegen zu suchen. Solange wir es nicht
    mit rassistischen oder antidemokratischen Sichtweisen zu tun haben, müssen offene
    und konstruktive Debatten möglich sein.

1.
Von zentraler Bedeutung für die Gestaltung des lebenswerten Raums in Rösrath ist die Umsetzung der oben beschriebenen Maßnahmen im Rahmen des Mobilitätskonzepts.
Darüber hinaus braucht Rösrath eine vorausschauende und nachhaltige Stadtentwicklung. Das Festhalten an einer nur auf den Einzelfall bezogenen Bebauung führt zu einem Verlust des Stadtbildes führen.

Was will ich konkret umsetzen?

  • Entwicklung einer Stadtentwicklungsstrategie, die die 2024 erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie aufnimmt, weiterentwickelt und als Grundlage für alle relevanten stadtplanerischen Projekte dient. Themen, die in der Strategie berücksichtigt werden müssen sind u.a.: Stadtbegrünung, Schwammstadt, Hochwasserschutz.
  • Flächenbeschaffung durch die Stadt:
    Ein systematisches Vorgehen zur Flächenbeschaffung durch die Stadt schafft neue Entwicklungsmöglichkeiten. Dieses Instrument wird durch gemeinwohlorientierte Bauleitpläne gestärkt.
  • Mehr öffentliche Begegnungsräume:
    Ich setze mich für neue Parks, Plätze, Grünanlagen und Spielplätze ein – als Orte der Begegnung für alle Generationen.
  • Förderung von altengerechtem und generationenübergreifendem Wohnen:
    Ich setze mich für den Neu- und Umbau von barrierefreien Wohnungen und gemeinschaftlichen Wohnprojekten ein.

2.
Wohnen
In Rösrath steigen die Mieten kontinuierlich. Neubauten entstehen fast ausschließlich im
Hochpreissegment – bezahlbarer Wohnraum fehlt. Wer wenig Geld zur Verfügung hat, hat es zunehmend schwer, hier Fuß zu fassen: Familien, Berufseinsteiger, Senioren und Seniorinnen.
Wohnen darf kein Luxusgut sein. Als Stadt müssen wir aktiv handeln, um die Wohnsituation fairer und sozialer zu gestalten.

Maßnahmen für mehr bezahlbaren Wohnraum, die ich umsetzen möchte

  • Öffentlich geförderten Wohnraum gezielt schaffen
    Ich will durch die gezielte Förderung von öffentlich gefördertem und genossen-schaftlichem Wohnbau günstige Mieten sichern. Wie unsere Nachbarkommune Bergisch Gladbach möchte ich eine verpflichtende Quote für den geförderten Wohnungsbau von 30% bei Häusern ab 12 Wohneinheiten.
  • Um Baukosten zu senken, ist es wichtig die Stellplatzsatzung in den zentralen Lagen deutlich zu entschärfen.
  • Innenentwicklung stärken
    Brachflächen, Baulücken und untergenutzte Grundstücke werden aktiv erfasst und für den Wohnungsbau nutzbar gemacht.
  • Zusammenarbeit mit Genossenschaften und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften
  • Langfristig denken – Folgekosten berücksichtigen
    Bei Investorenprojekten müssen auch die Auswirkungen auf Infrastruktur, Schulen, Kitas und Verkehr von Anfang an bedacht werden. Investoren werden stärker als bisher an den Kosten der sozialen Infrastruktur beteiligt.

Bildung
Bildung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Leben – und damit die beste Investition in unsere Stadt. Unsere Kinder und Jugendlichen verdienen die besten Lern- und Entwicklungsbedingungen. Dazu gehört nicht nur moderne Ausstattung, sondern auch eine starke Verzahnung von Schulen, Betreuungseinrichtungen und Freizeitangeboten.

Dafür setze ich mich ein:

  • Schulstandorte konsequent modernisieren.
  • Digitale Ausstattung verbessern: Alle Schulen sollen moderne digitale Lernmittel erhalten. Schülerinnen und Schüler müssen einen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Bildungsangeboten haben.
  • Schulwegkonzept “Sichere Schulwege” etablieren: Tempo-30-Zonen, mehr Zebrastreifen, Ampeln – für mehr Sicherheit.
  • Praktika und Berufsausbildungen: Berufstage und Praktika bei ortsansässigen Betrieben stärken die Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt. Ausbildungsmöglichkeiten eröffnen Perspektiven für Jugendliche und sorgen für qualifizierten Nachwuchs in den Unternehmen.
  • Ausbau von Kita- und OGS-Angeboten: Mehr Plätze und bessere Betreuungszeiten, um Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.
  • Volkshochschule stärken, um Bildungsangebote für alle Menschen in Rösrath zugänglich zu machen.

3.
Rösrath ist eine aktive Stadt mit einem sehr attraktiven kulturellen Angebot und sehr aktiven Vereinen. Ich nehme Rösrath nicht als Schlafstadt wahr.
Dennoch gibt es Angebote, die ich ausbauen würde, um Rösrath noch attraktiver zu machen. Dazu zählen alle Maßnahmen, die ich im Zusammenhang mit der Stadtentwicklung, dem Mobilitätskonzept, der Bürgerbeteiligung und dem Ehrenamt, Bildung, etc. aufgeführt habe.
Herausheben möchte ich noch folgende Aspekte:

  • Mehr öffentliche Begegnungsräume
    Ich setze mich für neue Parks, Plätze, Grünanlagen und Spielplätze ein – als Orte der Begegnung für alle Generationen.
  • Förderung von altengerechtem und generationenübergreifendem Wohnen
    Ich setze mich für den Neu- und Umbau von barrierefreien Wohnungen und gemeinschaftlichen Wohnprojekten ein.
  • Stärkung des Kulturausschusses im Sinne eines Ausschusses, der sich stärker der aktiven Unterstützung des kulturellen Angebots verschreibt und selber Impulse setzt.
  • Attraktivere Angebote für Jugendliche
    Um attraktivere Angebote für Jugendliche zu schaffen, müssen wir wissen, was sie wollen. Daher: Jugendliche, Schulen und soziale Träger werden in die Planung neuer Freizeitangebote aktiv eingebunden – z.B. über Workshops. Aus heutiger Sicht möchte ich Angebote wie das JUZE stärken, Sportanlagen sanieren und das Jugendparlament aufleben lassen.

4.
Zuwanderung ist Teil unserer Gesellschaft. Sie bietet Chancen – für den Arbeitsmarkt, für die kulturelle Vielfalt und für den sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig ist klar: Integration gelingt nicht nebenbei. Sie braucht klare Strukturen, Engagement und eine professionelle Steuerung. Integration gelingt nur, wenn wir realistisch, klar und mit Herz handeln.

Meine Ziele

  • Menschenwürdige Unterkünfte für Geflüchtete schaffen und gleichzeitig die Sorgen der einheimischen Bevölkerung berücksichtigen.
  • Der soziale Frieden in Rösrath muss bestehen bleiben. Die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge muss daher die Aufnahmefähigkeit Rösraths berücksichtigen.

Mein Ansatz: Integration aktiv gestalten!

  • Integration muss Chefsache werden
    Die Verwaltungsspitze arbeitet eng mit Politik, Schulen, Unternehmen, freien Trägern und Ehrenamt zusammen.
  • Fördern und Fordern – Hilfe zur Selbstständigkeit
    Migrantinnen und Migranten wollen arbeiten – wir unterstützen sie gezielt dabei. Die Stadt ist aktiv bei der Vermittlung in Beschäftigung – z.B. in Kooperation mit Stadtwerken, Bauhof, Schulen oder Altenheimen.
  • Integration ins Ehrenamt stärken- Ehrenamt als gelebte Teilhabe und wichtiger Schritt zur sozialen Integration.
    Geflüchtete werden gezielt an Ehrenämter herangeführt, z.B. in Kitas, Seniorenheimen,
    Schulen oder im Vereinsleben.

Zu D:
Zunächst stelle ich fest, dass der Haushalt der Stadt Rösrath bereits heute zu deutlich mehr als 50 % dem Thema „Soziales“ gewidmet ist, wenn man die Kreisumlage hinzurechnet, die ihrerseits zu mehr als 80 % auf Sozialausgaben beruht. Ein Defizit sozialen Engagements der Stadt erkenne ich vor diesem Hintergrund nicht.
Zudem weise ich auf die Ausschuss- und Ratsbeschlüsse zum Ausbau der Schulen und der
Kindertagesbetreuung in den nächsten Jahren hin, die ich vollumfänglich unterstütze.
Auch werde ich an geeigneter Stelle auf die Schaffung geförderten Wohnraums hinwirken. Hierbei muss allerdings sichergestellt sein, dass damit nicht die Aktivitäten bauwilliger Investoren derart gebremst werden, dass diese städtebaulich wünschenswerte Vorhaben einstellen.

E. Bürgerbeteiligung

  1. In Vereinen und Initiativen gibt es viel Sachverstand zu spezifischen Themen. Wie wollen Sie dieses Potential zukünftig nutzen und mit welchen Strukturen?
  2. Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit den Bürger:innen bei der Implementierung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie in der nächsten Legislatur konkret vor und wie stellen Sie sicher, dass das Projekt nicht ad acta gelegt wird?
  3. Welche Beispiele und Projekte aus Nachbarstädten halten Sie für die Umsetzung in Rösrath geeignet?
  4. Wie wollen Sie die Stadtverwaltung zukünftig aufstellen, um Effizienz und Bürgernähe zu gewährleisten? Welche besonderen Erfahrungen, Eigenschaften und Qualifikationen bringen Sie hierfür mit?
  1. Die Zivilgesellschaft ist eine tragende Säule unserer Stadt. Ich will neue Strukturen
    schaffen, um Initiativen frühzeitig einzubinden – etwa durch einen Runden Tisch, feste
    Beteiligungsformate oder digitale Plattformen. Ehrenamtliches Engagement soll
    erleichtert und entbürokratisiert werden. Das Angebot der Engagierte Stadt will ich
    erhalten und stärken.
  2. Eine gute Strategie lebt vom Mitmachen. Ich schlage eine kontinuierlich tagende
    Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Politik und engagierten Bürger:innen vor, die Ziele
    überprüft, Projekte entwickelt und Fortschritte transparent macht. Nachhaltigkeit ist
    Querschnittsaufgabe – das muss auch strukturell abgebildet werden.
  3. Das Beteiligungskonzept „Freiraumplan Bonn“ mit Bürgerwerkstätten und Stadt- teilspaziergängen ist ein gutes Vorbild. Solche Formate lassen sich auch in Rösrath
    umsetzen – pragmatisch und wirksam.
  4. Ich bringe Verwaltungserfahrung, kommunale Kompetenz und Innovationsfreude mit.
    Als Sozialwissenschaftler und Kaufmann führe ich verschiedene Perspektiven
    zusammen. Ich will eine Verwaltung, die sich als Dienstleister versteht, Abläufe
    digitalisiert und offen für Anregungen ist. In der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben,
    die sich von ihren Ursprüngen in der „Bundesvermögensverwaltung“ zu einem
    immobilienwirtschaftlich geprägten Unternehmen des Bundes weiterentwickelt hat,
    konnte ich diesen Prozess bereits begleiten. Bürgernähe entsteht durch Haltung – nicht
    nur durch Technik.

Rösraths Vereine und Initiativen sind von zentraler Bedeutung für Rösrath. Sie stiften Gemeinschaft und Zusammenhalt. Von ihnen gehen wichtige Impulse für die Entwicklung Rösraths aus. Vereine, Initiativen, die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger müssen bei der Entwicklung Rösraths stärker als bisher beteiligt werden und sie müssen eine Kultur der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung und eine strukturierte Förderung erleben.
Das Potential von Vereinen und Initiativen möchte ich auf zwei Ebenen zur Entfaltung bringen: Durch die Stärkung des Ehrenamts und der Bürgerbeteiligung. Was heißt das konkret?

Stärkung der Bürgerbeteiligung

  • Transparente Kommunikation: Alle wichtigen Entscheidungen und Projekte werden
    frühzeitig und verständlich kommuniziert.
  • Beteiligung an Stadtentwicklung: Bei der Planung des Öffentlichen Raums, Infrastruktur oder Klimaprojekten werden Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Formate, mit denen ich arbeiten möchte sind: Projektbezogene runde Tische, Bürgerbefragungen, Zukunftswerkstätten, Jugendparlament.

Stärkung des Ehrenamts

Was bereits sehr gut „läuft“: Die „Engagierte Stadt Rösrath“ ist als Anlaufstelle für BürgerInnen etabliert, die sich einbringen möchten. Dort wird Beratung, Vernetzung und konkrete Unterstützung geboten. Die Ehrenamtskarte NRW ist eingeführt, um ehrenamtliches Engagement sichtbar zu würdigen und durch kleine Vergünstigungen zu honorieren. Mit Formaten wie der Ehrenamtskonferenz, dem Tag der Nachbarn oder thematischen Austauschen gibt es bereits erste Schritte hin zu mehr Anerkennung und Kooperation.
Das reicht noch nicht. Ehrenamt braucht verlässliche Strukturen und konkrete Unterstützung.
Deshalb bin ich für:

  • Ein Mikroförderfonds für bürgerschaftliches Engagement
    Viele Ideen brauchen keine großen Budgets, aber doch einen kleinen Anschub. Wir möchten einen niedrigschwelligen Fördertopf einrichten, aus dem Initiativen schnell und unbürokratisch zwischen 300 und 1000 € erhalten können.
  • Stärkung und Ausbau der Koordinationsstelle
    Die Arbeit der „Engagierten Stadt“ soll ausgebaut werden – mit erweiterten Öffnungszeiten, digitaler Infrastruktur, mehr personeller Ausstattung und gezielter Öffentlichkeitsarbeit. Die Koordination ehrenamtlicher Arbeit –braucht professionelle Unterstützung.
  • Ein fester Ehrenamtstag oder eine städtische Engagementmesse
    Ich möchte jährlich einen Tag schaffen, an dem Engagierte sichtbar werden, sich vernetzen, voneinander lernen – und gemeinsam feiern dürfen.
  • Logistische Hilfe für Nachbarschaftsprojekte
    Für kleine Aktionen in der Stadt – vom Straßenfest bis zur Pflanzaktion – braucht es oft
    Pavillons, Tische, Technik. Wir möchten, dass die Stadt künftig eine Art „Ehrenamtspool“ an Materialien bereithält, den Gruppen unkompliziert nutzen können.
  • Neue Formen des Engagements stärken
    Digitale Formate sind eine wichtige Zukunftsform des Ehrenamts. Diese möchte bewusst fördern: mit Fortbildungen, technischer Infrastruktur und Vernetzung mit traditionellen Initiativen.

2.
Es gibt einen Beschluss des Stadtrates, die Nachhaltigkeitsstrategie in der nächsten Wahlperiode weiterzuentwickeln. Da nehme ich den Stadtrat beim Wort und werde das Thema vorantreiben.
Wie möchte ich das konkret machen? Wir müssen die Ratsmitglieder „mitnehmen“. Sie müssen die den Leitlinien und strategischen Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie befürworten. Voraussetzung dafür ist eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Strategie. Das gelingt erfahrungsgemäß gut, wenn man eine Arbeitsgruppe einsetzt, die mit Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen aus den Parteien sowie mit ausgewählten Vertretern und Vertreterinnen aus der Stadtgesellschaft besetzt ist. Es muss deutlich werden, dass die Strategie eine Chance für Rösrath darstellt. Sind die Leitlinien und strategischen Ziele vom Rat verabschiedet, müssen die operativen Ziele und Maßnahmen diskutiert, ggf. weiterentwickelt, priorisiert und beschlossen werden. Auch dafür braucht es ein Steuerungsgremium, das ich einrichten werde und das aus Vertretern der Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft besetzt sein muss.

3.
In Nordrhein-Westfalen haben knapp 70 Kommunen – sowohl Städte als auch ländliche Gemeinden – mit Unterstützung der LAG 21 NRW nachhaltige Strategien erfolgreich partizipativ entwickelt und politisch verankert. Modelle wie Rheinberg, Haan, Detmold, Lüdenscheid, Beckum und Tecklenburg zeigen, wie solche Prozesse strukturiert, interdisziplinär und wirkungsorientiert gestaltet werden können.

Kommunale Nachhaltigkeitsstrategien existieren in dutzenden weiteren Städten und Kreisen wie Bonn (2019), Dortmund (2019), Düsseldorf, Kreis Euskirchen (2021), Kreis Kleve (2024), Stadt Lüdenscheid (2021), Bielefeld (2021) und vielen mehr. Diese sind dokumentiert auf dem Portal der LAG 21 NRW und als Best‐Practice‐Beispiele veröffentlicht.

Rheinberg z. B. war eine der Modellkommunen (2016–2022) im Projekt “Global Nachhaltige
Kommune NRW”. Im Rahmen des Projekts hat eine intensive Bürger-, Politik-, Verwaltung- und Zivilgesellschaftsbeteiligung in einer Steuerungsgruppe mit etwa 45 Teilnehmenden stattgefunden. Es gab die Entwicklung eines integrierten Handlungsprogramms mit Leitlinien, strategischen & operativen Zielen sowie die Einrichtung eines kontinuierlichen Monitoring- und Fortschreibungsprozesses, um Nachhaltigkeit dauerhaft zu verankern.

4.
Hinsichtlich der Effizienz verweise ich auf meine bereits oben gemachten Aussagen zur Digitalisierung der Verwaltung und den Einsparpotentialen.

Eine bürgernahe Verwaltung ist Ergebnis einer entsprechenden gelebten Kultur in der Verwaltung. Führungskräfte prägen die Kultur eines Unternehmens/einer Verwaltung maßgeblich. Daher liegt es insbesondere am Bürgermeister, ob und wie bürgernah die Verwaltung ist. Als Bürgermeister würde ich Vorbild in Sachen Bürgernähe und Verbindlichkeit sein.

Was zeichnet eine/n guten Bürgermeister:in aus? Aus meiner Sicht sind folgende Aspekte besonders wesentlich: Interesse an den Menschen, ein gemeinwohlorientierter Gestaltungswille; eine schnelle Auffassungsgabe, die Fähigkeit, adressatengerecht mit allen Bürger:innen zu kommunizieren, tragfähige Kompromisse auszuhandeln, Entscheidungen zu fällen und Verantwortung zu übernehmen, Erfahrung mit der Führung von Menschen und der Initiierung und Gestaltung von Veränderungsprozessen in komplexen Organisationen sowie Verwaltungserfahrung.

Ich bringe diese Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen mit. Mein bisheriger beruflicher
Werdegang ist davon geprägt, dass ich als Führungskraft in öffentlichen Verwaltungen, mittleren und großen Unternehmen des Gesundheitswesen unter politischen, schwierigen und komplexen Rahmenbedingungen viele erfolgreiche strukturelle Veränderungen verantwortete. Das heißt, ich kann Zukunftsbilder und Ziele formulieren, die Menschen motivieren. Ich erfasse sehr schnell komplexe Sachverhalte und kann sie so vereinfachen, dass Dritte sie gut verstehen. Ich bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und bin sehr belastbar. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch die angemessene Beteiligung von Mitarbeitenden die Akzeptanz und Qualität von Veränderungsprozessen steigt und diese dann gelingen. Um wirklich gut zu sein, brauche ich ein gutes Team. Ein Team, in dem um die beste Lösung gerungen wird, das fair und kollegial miteinander umgeht.

Zu E:
Ich sehe -wie Sie völlig richtig anmerken- ein großes Potential an Sachkunde und Fachwissen in der Rösrather Bevölkerung, das eine verantwortungsvolle Politik nicht ungenutzt lassen sollte.
Ich stelle mir zur Hebung dieses Potentials zu einzelnen Sachfragen die Bildung von
Beratungsgremien vor, in die analog zur Besetzung der Ausschüsse des Rates sachkundige
Einwohner und Sachverständige gewählt werden. Klar gilt hierbei für mich allerdings auf jeden Fall das Primat der Letztentscheidungsbefugnis der Ratsmitglieder gemäß $ 1 Absatz 1 Satz 2 der Gemeindeordnung NRW, der lautet: „Sie (Die Gemeinden) fördern das Wohl der Einwohner in freier Selbstverwaltung durch ihre von der Bürgerschaft gewählten Organe.

Gibt es noch einen anderen, aus Ihrer Sicht wichtigen Aspekt Ihrer
Bürgermeisterschaftskandidatur, den Sie uns mitteilen möchten?

Mir ist wichtig, dass Rösrath nicht nur verwaltet, sondern gestaltet wird – gemeinsam mit
den Bürgerinnen und Bürgern. Ich möchte zuhören, Möglichkeiten eröffnen und
Entscheidungen verständlich machen. Zivilgesellschaft und Ehrenamt sind für mich
keine Gegner der Verwaltung, sondern Partner auf Augenhöhe. Gemeinsam machen wir
Rösrath stark – sozial, wirtschaftlich, ökologisch und demokratisch.
Ich danke dem Zukunftsnetzwerk Rösrath für das Engagement und die Gelegenheit zum
Dialog.

Für die erfolgreiche Entwicklung in Rösrath ist es notwendig, dass Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger, die Rösrather Unternehmen und der/die Bürgermeisterin eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln. Ich sehe eine meiner besonderen Fähigkeiten darin, Menschen zusammen zu bringen, gemeinsame Ziele zu formulieren und Kompromisse zu entwickeln.

Ergänzend zu den von Ihnen gestellten Fragen werde ich mich zentral um einen Neustart des Gewerbegebietes Rambrücken und dessen geeignete Besiedelung mit steuerkräftigem Gewerbe bemühen, um mittelfristig die Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt auszuweiten.
Zudem werde ich mich im Rahmen der Möglichkeiten der Stadt Rösrath für eine Verringerung des Fluglärms einsetzen, der Kleineichen und große Teile Forsbachs allnächtlich in unerträglicher Weise beschallt.

Hier noch die Antworten der Kandidaten im Original zum Download:

Antworten Tom Höhne
Antworten Giselher Dick
Antworten Miguel Louzao de la Cruz

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